Und noch einmal ging es nach Riedenburg. Das (vermeintlich) schöne Wetter am 01. Mai musste genutzt werden. Da das Fotografieren in Riedenburg beim ersten Versuch bereits so viel Spass machte, haben wir dies direkt noch mal wiederholt. Die Bilder findet man (wie meistens) in der Galerie. Neben dem Spass hat das ganze aber auch noch etwas gebracht. Nach den Erfahrungen vom letzten Mal waren wir nun viel besser vorbereitet.

Das fängt mit der Standortwahl an. Nachdem nun die Flugwege der Vögel einigermaßen bekannt waren, konnten wir uns deutlich besser darauf einstellen und die richtige Stelle für die geplanten Bilder aussuchen. Das ist dann auch schon der zweite Punkt: Beim ersten Versuch hat man noch gar keine genaue Vorstellung, welche Bilder man denn machen könnte. Beim zweiten Versuch sah dies schon anders aus.

Weißkopfseeadler
Weißkopfseeadler
Milan: Snack im Flug
Milan: Snack im Flug

Erste Idee: Einen der großen Vögel mit kurzer Brennweite aus nächster Nähe. Etwa so wie auf dem oberen Bild. Für einen Tagesausflug war das natürlich noch etwas wenig an Bildidee. Aber da war ja noch mehr beim ersten Versuch aufgefallen. Die Schwarzmilane mit ihrer Akrobatik hatten es mir angetan. Das musste unbedingt auch auf den Chip. Zum Beispiel so etwas wie auf dem unteren Bild. Mit konkreten Bildideen fiel dann auch schon die Planung leichter.

Für das erste Bild braucht man eine kurze Brennweite. Das zweite benötigt eher eine Brennweite um die 300mm. Das geht natürlich nicht mit einem Objektiv. Da die beiden Motive in der Vorführung teilweise parallel zu sehen sind, muss also zwischendrin ein Objektivwechsel sein. Das spricht für die Vor- und Nachmittagsvorführung. Zusätzlich kann jetzt auch der Stand der Sonne mit eingeplant werden. So kommt schließlich eines zum anderen. Eine gute Vorstellung, welche Bilder man machen möchte hilft auch noch aus einem anderen Grund: Zum Höhepunkt der Flugvorführung fliegen hier zwei große Geier, ein Falke und zwei Schwarzmilane gemeinsam. Da passiert soviel auf einmal, dass man sich schon auf ein Tier konzentrieren muss.

Gute Planung garantiert noch keine guten Bilder. Aber es erleichtert die Sache doch ungemein.