Wieviel PS hat ein Pferd? Eine visuelle Beantwortung dieser Frage bekamen wir am letzten Sonntag (13.09.09) bei der Vielseitigkeitsprüfung auf dem Gelände des Gestüts Schwaiganger. Im Mittel erreicht ein Pferd über längere Zeit hinweg 1PS bei kurzen Höchstleistungen wie zB beim Springen und Rennen bis zu 15PS.
Gegen 10:00 trafen wir auf der hügeligen Crossstrecke ein, um eine fotografisch geeignete Stelle zu finden. Die Strecke für den Geländeritt, ein Teil der Vielseitigkeitsprüfung, umfasst 3,4 km mit 24 Hindernissen. Zum Glück war das Wetter an diesem Sonntag recht gut (ISO200) und gegen Ende des Turniers kamen sogar ein paar Sonnenstrahlen raus. Wir postierten uns an einem Einsprung am Wasser, da wir verschiedene Techniken - Kurzeitbelichtung, Mitziehtechnik - einsetzen und dabei auch die Dynamik und Kraft dieses Teils der Prüfung einfangen wollten. (Dabei hilft immer umherspritzendes Wasser ;-))

Im Wassergraben
Im Wassergraben


Die Vielseitigkeitsprüfung (früher Military genannt) entstammt geschichtlich aus den Ausbildungsprogrammen der Kavallerie und war nach entsprechender Ausbildung eine Abschlussprüfung für Pferd und Reiter. Aus diesem Ursprung heraus wird deutlich, weshalb so viele unterschiedliche Hindernisse mit besonderen Anforderungen (optische Reize, Gehorsam) zum Einsatz kommen. "...Ein gutes Vielseitigkeitspferd muss rittig und verlässlich sein. Es muss sich bei der Dressurprüfung konzentrieren können und darf sich nicht ablenken lassen. Für die Geländestrecke muss es entsprechend athletisch sein und über den nötigen Mut und hohe Leistungsbereitschaft verfügen. ..." (Quelle: Wikipedia)
Vorteilhaft an unserem Standort war, dass wir drei Hindernisse im Blickfeld hatten. Somit setzten wir während des Geländeritts Brennweiten von 16-400mm ein. Jürgen "betrieb" sogar, mit einigem Geschick, die direkt an einem Hindernis im Gebüsch aufgestellte Kamera mittels Fernauslöser.


Bei den kürzeren Belichtungszeiten besteht die Herausforderung darin, die Bewegung gekonnt einzufangen, sonst entstehen zB recht statisch wirkende Fotos, was manchmal dazu führt, dass ein Pferd eher stehend vor dem Hindernis wirkt, als kurz vor dem Absprung. Beim Einsprung ins Wasser nutzten wir lange (bis 1/40 sec) als auch kurze Zeiten und erhielten somit recht interessante und unterschiedliche Ergebnisse.
Nach dem Geländeteil packten wir unsere Ausrüstung zusammen und schauten uns noch ein wenig auf dem Gestüt Schwaiganger um und stärkten uns bei Grillfleisch, Kartoffelsalat und Apfelküchle im eingerichteten Biergarten des Gestüts.

Weiterer sehr umfangreiche Artikel aus sportlicher Sicht findet Ihr dazu hier:
http://www.weilheimer-pferdefreunde.de/trschwaiganger/20090911/artikelcic15092009.htm
http://www.weilheimer-pferdefreunde.de/trschwaiganger/20090911/artikelcic2009.htm
http://www.weilheimer-pferdefreunde.de/trschwaiganger/20090911/bericht02.pdf
http://www.rc-halali.de/

 
 

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