Das Wetter ist perfekt, die Ausrüstung gepackt, ein Ziel haben wir auch. So starten wir an diesem Sonntag in Richtung Sylvensteinspeicher an der österreichischen Grenze. Das Gebiet um den Stausee bietet eine Vielzahl verschiedenster Motive. Wir treffen uns am östlichen Zufluss des Sylvensteinsees und steigen hinab in die Walchenklamm, welche, bei ausreichender Wasserführung, eine recht anspruchsvolle (Fahrstrecke 3,5 Kilometer, Schwierigkeit WW (Wildwasser) III – V) Kajakstrecke ist. Heut fließt sie recht ruhig und schimmert in einem satten Grün.

Die eigentliche Klamm, ein Naturdenkmal,  ist knapp einen Kilometer lang und maximal 20 Meter tief. Wasser zu fotografieren heißt zB entweder die Bewegung aufnehmen oder optisch in die Tiefe tauchen. Die Tiefen erfassten wir im ruhigeren Oberlauf der Klamm. Ein Polfilter kann hier tolle Aufnahmen unterstützen.

Am Unterlauf der Klamm wartet die abwechslungsreiche Walchen mit Mäandern und kleinen Wasserfällen und beschleunigt so das Wasser. Mit entsprechend langen Belichtungszeiten brachten wir auch optisch das Wasser so zum Fließen. Der anbrechende Sonnenuntergang lieferte hier bereits das richtige Licht.

Anspruchsvoll war hierbei die richtige und sichere Wahl der Stellen, wo die Stative platziert werden konnten. Eine gewisse Akrobatik setzt dies voraus. Besonders, hier an einer großen Kaskade, waren stark ausgewaschene Becken in den Steinen, welche bis zu 1,50m tief sind.
Um das tolle Abendlicht auszunutzen gingen wir noch zum Isarzufluß am östlichen Rand des Sylvensteinspeichers. Hier verteilt sich die Isar in vielen kleinen Zuflüssen über ein riesiges Kiesbett und bietet Flora und Fauna ein abwechslungsreiches Biotop. In kleinen Nebenarmen sind sandartige Sedimente abgelagert, welche bei einigen unserer Fotos auf eine gewisse optische Südsee Nähe schließen lässt.

 

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