21.02.2009: Faschingsferienbeginn in Bayern, Dauerschneefall, bedeckter Himmel und Schlittenhunderennen in Inzell (Sprint u. Europameisterschaft MD/LT) -ja wir nehmen wirklich jede Herausforderung an. Optimistisch starteten wir am Samstagmorgen in Richtung Inzell und investierten dann doch knappe 3,5 Stunden gefühltes Schritttempo zur Anreise.

An der Strecke angekommen platzieren wir uns, d.h. durch hüfthohen Schnee waten und dann igluähnliche Mulden platttreten, um die Ausrüstung abzulegen. Gelohnt hat sich hierbei definitiv der Einsatz der Schneeschuhe von Norbert. Er trat eine Spur und einige andere Fotografen folgten. Nach einem sehr guten Tipp von Wolfgang Fehringer (selbst passionierter Musher) hatten wir am Trail einen optimalen Standort und konnten Fotos auf der Startetappe als auch Bilder auf der Retourstrecke machen. Sehr schön ist in den Bildern zu sehen, dass jeder von uns eine andere Vorstellung der Perspektiven hatte und so kamen auch unterschiedlichste Brennweiten zum Einsatz: Jürgen war mit 24 mm Weitwinkel KB im Einsatz (ich persönlich denke auch, dass er zeitweise auf der Strecke lag),

 
Hundeschlitten
Hundeschlitten
 

ich selbst "kämpfte" mit einer 90 mm Festbrennweite APS-C, Norbert nutzte 300 mm APS-C und Christine fotografierte mit einem 24-135mm Zoom an einer APS-C DSLR. Aufgrund des Dauerschneefalls mussten wir bei bedecktem Himmel höhere ISO Werte nutzen, um die Belichtungszeiten gering halten zu können. In den Gespannen herrscht eine hohe Dynamik.

 Schlittenhunde wurden bereits vor mehr als 4000 Jahren zu Transportzwecken von Nomaden eingesetzt. Der eigentliche Rennsport begründet sich auf der beeindruckenden Geschichte des berühmten Schlittenhundes Balto: "Im Jahre 1925 erlangte der bis heute bekannteste Schlittenhund Balto seine weltweite Berühmtheit. Er war jener Hund, der beim letzten Staffellauf zwischen Anchorage und Nome im Westen Alaskas das Schlittenhundeteam durch Eis, Schnee und Blizzards führte, mit überlebenswichtiger Medizin im Gepäck, die die Stadt vor einer Diphtherieepidemie retten sollte."(Quelle: Wikipedia) "Als Prototyp eines solchen Schlittenhunderennens gilt nach wie vor das Iditarod Sled Dog Race von Anchorage nach Nome im Gedenken an die Hundeschlittenstaffel von 1925." (Quelle: Wikipedia)
 

Beim Schlittenhunderennen in Inzell waren 9 Nationen vor Ort. In unterschiedlichen Rennklassen wurden hier u.a. die Europameister gekürt. Aufgrund unserer Anreiseschwierigkeiten konnten wir an diesem Tag leider "nur" auf der Strecke unsere Eindrücke festhalten. Im nächsten Jahr ist dieses Event bereits fest für uns geplant und dann hoffen wir auch auf Fotos am Start/Ziel und im Stake-out!

Als wirkliche Herausforderung an diesem Tag stellte sich abschließend die Bestellung im Gasthaus "Zum Schäfer" heraus. Der Riesenwindbeutel hat hier dimensional und kulinarisch wirklich seinen Namen verdient - riesig!

 

 

Einen besonders gelungenen Rennbericht von Waltraud Höckenreiner möchte ich hier doch noch anbringen.

 

© 2009 me