Der Nymphenburger Park ist ein echter Tipp für Naturfotografie. Nicht nur, dass man hier recht viele Arten von Wasservögeln antrifft (Schwäne, Graugänse und Enten natürlich, aber auch Kanada Gänse, Gänsesäger und Blesshühner). Sie sind zudem sehr gut an die Menschen gewöhnt und lassen so bei vorsichtiger Annäherung auch Aufnahmen aus der Nähe zu.

Anmerkung: Das Füttern der Tiere ist aus gutem Grund verboten und sollte daher auch nicht als Lockmittel zum Fotografieren genutzt werden.

Die Blesshühner finden im Park gute Gelegenheiten, um ihre Nester im Wasser zu errichten. Am besten betritt man den Park durch den kleinen Eingang etwa 100m links vom Haupteingang. Dort kommt man direkt zu einem kleinen Kanal, auf dem üblicherweise einige Blesshühner ihre Nester errichten. Hier sind sie durch die Nähe des Weges an die Besucher gewöhnt und trotzdem direkt in Kamera Reichweite.

Nach ca. 500m überquert der Weg den Kanal auf einer kleinen Brücke. Von hier aus hat man ebenfalls einen guten Blick in einen allerdings sehr schattigen Seitenkanal.  Das Bild der Gänsesägerin entstand allerdings im freien Parkgelände auf dem Hauptkanal. Die gute war hier mit ihren Küken völlig entspannt. Die Kleinen waren auch schon sehr aktiv und hatten bereits einen ziemlich großen Aktionsradius. Mama Gänsesäger blieb sogar noch gelassen, als ein Küken sich ca. 50m von der Gruppe entfernte und mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen war.

Tierfer im Park ist auf jeden Fall noch der große See zu erwähnen. Auch hier gibt es jede Menge Wasservögel. Allerdings können sie hier auch schon einmal weiter vom Ufer entfernt sein. In den alten Bäumen gibt es zudem viele Nisthöhlen.

Eine gute Lektüre und Inspiration für das Fotografieren im Park ist auch das Buch "Der Nymphenburger Park" von dem Fotografen Bernd Römmelt, der viele Jahre im Park auf die Pirsch ging, um das Bildmaterial für sein Buch zu erarbeiten.

 

© 2008 Jürgen Herr