Das Frühlingsfest auf der Theresienwiese in München bietet sehr gute Gelegenheiten zum Fotografieren. Es ist zwar eine Nummer kleiner als das Oktoberfest. Das hat durchaus auch Nachteile. Es fehlen sicherlich einige der großen Attraktionen (z.B. die Achterbahnen, der Freefall und die großen Kettenkarusselle). Dafür ist die kleine Ausgabe aber auch nicht so überlaufen wie das Oktoberfest. So kann man auch am Wochenende abends in aller Ruhe sein Stativ aufbauen und fotografieren. Außerdem muss man dabei weniger befürchten, daß im Gedränge jemand ans Stativ stößt oder durch das Bild läuft.

Der Abend bietet sich ganz besonders für eine Fototour an. In der ersten Stunde nach Sonnenuntergang hat man einen schönen, dunkelblauen Himmel der einen guten Farbkontrast für kräftige Rottöne der Fahrgeschäfte bietet:

Münchner Rutschn
Münchner Rutschn

Allerdings wird der Himmel dann schnell vergleichsweise dunkel. Dann stehen eher engere Ausschnitte zur Wahl.

Break Dancer
Break Dancer

Die interessantesten Attraktionen (aus fotografischer Sicht) waren für mich das Riesenrad, der Break Dancer und ein Gerät, für das ich leider keinen Namen habe.

Zumindest kam man bei diesen Geräten recht leicht zu brauchbaren Bildern. Leider bin ich am Top Spin und den Auto Scootern aus meiner Sicht eher gescheitert. Die große Attrakton beim Top Spin ist ja anscheinend der Springbrunnen. Allerdings ist mir noch nicht klar, wie man den ins rechte Licht setzen kann. Meine Versuche haben mich jedenfalls nicht überzeugt. Da ist noch etwas Nachdenken erforderlich.

Die Auto Scooter waren ebenfalls nicht so einfach. Vom Rand kann man wegen der starken Vibrationen nicht fotografieren. Deshalb ist man für die Perspektive in den Standorten doch recht eingeschränkt. Zudem fand ich den Hintergrund der Scooter wenig inspirierend. Deshalb habe ich eher Versuche von der Seite unternommen (mit den Menschen und den gegenüberliegenden Geschäften als Hintergrund). Mit längerer Belichtungszeit fängt man da aber das Besondere der Scooter (d.h. heftige Kollisionen) irgendwie nicht so gut ein. Und kürzere Belichtungszeiten sind heutzutage gar nicht so einfach. Leider ist die Rechtslage ja so problematisch, dass man schon gehörig aufpassen muss, keine erkennbaren Personen aufs Bild zu bekommen.

Trotzdem begegnet man doch immer wieder Besuchern, die einen Fotografen um eine Aufnahme bitten. Aber wer weiß, ob die das am nächsten Tag noch genau so sehen.

Insgesamt ein überaus lohnenswerter Besuch. Ich kann es nur empfehlen (insbesondere, wenn man die erste Stunde nach Sonnenuntergang nutzt). Das Fest geht noch bis zum 03. Mai, es bleibt also noch genügend Gelegenheit.

© 2009 Jürgen Herr