Im Februar ergab sich noch einmal eine günstige Gelegenheit für einen Fotoausflug in den Bayerischen Wald. Eigentlich hatte ich mir ja die Luchse in den Kopf gesetzt, aber ein morgendlicher Rundgang zeigte doch eine etwas überraschende Aktivität im Bärengehege.

Action
Action

Das Bärenpaar hat Jungtiere im Gehege, die immer für etwas Action gut sind :-). Die älteren Bären sind doch leider etwas phlegmatisch, aber auch das kann durchaus mal ein gutes Motiv bringen. Hier schaut Mama Bär gerade in aller Ruhe zu, wie sich der Nachwuchs balgt.

Manchmal muss man allerdings auch etwas tricksen. In dieser Szene reckte sich Mama Bär nach einem - zugegebenermaßen nicht gerade verlockend aussehenden - Zweig. Ein Drehen ins Querformat erzielte - meiner Meinung nach - ein viel spannendere Wirkung.

Verlockung
Verlockung

Am aufregendsten waren aber sicherlich die Kleinen. Manchmal sehen sie ja richtig Teddybärenmäßig aus, aber wenn sie sich so raufen und die Zähne zeigen, wird man doch daran erinnert, dass es sich hier um ein Raubtier handelt. Ausgewachsen auch mal über 2m groß und 250kg schwer (in Südeuropa sind sie kleiner und leichter).

Endlich mal ausruhen ...
Endlich mal ausruhen ...

 

Fotografisch betrachtet waren die Verhältnisse gemischt. Die dicke Schneedecke war gut, weil sie einen guten Kontrast zum braunen Bärenfell bot. Passend dazu war der Himmel bedeckt. Einerseits gut, weil sonst der Kontrast zu hoch gewesen wäre, andererseits nicht so gut, weil selbst bei ISO 800 nur noch Belichtungszeiten von ca. 1/100s möglich waren. Insbesondere mit langen Brennweiten ist das (auch mit Stativ) echt grenzwertig. Gerade bei zwei Tieren in Bewegung konnte man immer nur einem folgen. Demzufolge war das zweite meist mehr oder weniger durch Bewegungsunschärfen verwischt.