Ich habe ja schon lange meine Nikon D800 für Landschafts-, Tier- und Portrait Fotografie genutzt und war auch immer sehr zufrieden mit dieser Kamera. Sehr gut für Landschaft und Portrait Fotografie, sicherlich nicht die ideale Kamera für Tierfotografie :-). Da ich allerdings auch sehr gerne meine Lensbabies (Composer und Velvet 85mm) nutze, habe ich auch immer etwas "neidisch" auf die Focus Peaking Möglichkeiten insbesondere bei Mirrorless Kameras geschaut. Leider hatte Nikon mit dem 1er System da nicht wirklich Kameras, die meinen Erwartungen entsprachen. Als dann die Z6 und Z7 angekündigt wurden, war ich natürlich sehr interessiert und bin nun auf eine Z7 umgestiegen.

Mein Fazit: Für Portrait Fotografie kann ich nun endlich meine manuell zu fokussierenden Lensbaby Objektive einsetzen, ohne daraus einen Zufallsprozess zu machen. Mit dem Focus Peaking und der Vergrößerung im Sucher kann ich die Schärfe auch tatsächlich beurteilen.
Nachfolgend ein Beispielbild mit dem Lensbaby Composer. Bei wenig Licht aufgenommen (f/2, ISO 400 bei 1/13s ohne Stativ) zeigt es den Vorteil der Z7: Bildstabilisator für ein Lensbaby (!), Suchervergrößerung und Focus Peaking zum Scharfstellen. Mit der D800 hätte ich das vermutlich nicht geschafft (wäre vermutlich deutlich schwieriger gewesen).


Für Tier- und Landschaftsfotografie ist der sehr präzise AF (kein AF Finetuning mehr) nützlich. Bei sehr wenig Licht kann es allerdings schon mal zu Problemen kommen (die Lowlight Focus Option habe ich mangels Zeit noch nicht ausprobieren können). Mit ausreichend Zeit kann man aber auch da jetzt leicht auf manuellen Focus ausweichen. Ein leichtes Kippen hilft auch.

Auf Grund des schlechten Wetters hatte ich leider noch nicht viele Gelegenheiten, die Z7 für Tierfotografie einzusetzen und konnte die Z7 (mit dem Sigma 150-600mm Sports) erst einmal einem Härtetest unterziehen. Möwen im Flug an der Isar, bei extrem viel Dunst und Nebel, ganz wenig Licht (ISO 3200) und sehr schwachem Kontrast (helle Vögel vor hellem, dunstigen Hintergrund). Dazu waren die Vögel recht aktiv, d.h. es blieb nur wenig Zeit zur Erfassung und Fokussierung.
Ein paar Bilder davon hänge ich an. Da sind keine Aufnahmen dabei, die ich mir an die Wand hängen würde (war nur ein AF Test; normalerweise wäre ich einfach wieder heimgefahren). Aber die Ergebnisse sehe ich sehr positiv: Die Kombi Sigma 150-600 Sport und Nikon Z7 funktionierte sehr gut. Schnelles Fokussieren und Nachführen des AF. Die Vögel waren sehr schnell und beweglich unterwegs, s.d. ich meist nur für 1-2 Sekunden einen Vogel in der richtigen Entfernung unter dem AF Feld halten konnte (und sicherlich bin ich beim Tracking im Sucher auch etwas aus der Übung :-)). In dieser kurzen Zeit hat die Kamera - Objektiv Kombination das sehr gut hinbekommen (auch wenn sich ein Vogel auf die Kamera zubewegte).


Jetzt freue ich mich schon auf besseres Wetter, damit ich bei besserem Licht auch mal ein paar gute Aufnahmen hinbekomme.
Die Batteriekapazität ist aus meiner Sicht völlig ausreichend um einen Tag zu fotografieren. Für den Notfall (oder zur Beruhigung) kann man ja noch einen Ersatzakku mitnehmen.