Das Wetter ist perfekt, die Ausrüstung gepackt, ein Ziel haben wir auch. So starten wir an diesem Sonntag in Richtung Sylvensteinspeicher an der österreichischen Grenze. Das Gebiet um den Stausee bietet eine Vielzahl verschiedenster Motive. Wir treffen uns am östlichen Zufluss des Sylvensteinsees und steigen hinab in die Walchenklamm, welche, bei ausreichender Wasserführung, eine recht anspruchsvolle (Fahrstrecke 3,5 Kilometer, Schwierigkeit WW (Wildwasser) III – V) Kajakstrecke ist. Heut fließt sie recht ruhig und schimmert in einem satten Grün.

Die eigentliche Klamm, ein Naturdenkmal,  ist knapp einen Kilometer lang und maximal 20 Meter tief. Wasser zu fotografieren heißt zB entweder die Bewegung aufnehmen oder optisch in die Tiefe tauchen. Die Tiefen erfassten wir im ruhigeren Oberlauf der Klamm. Ein Polfilter kann hier tolle Aufnahmen unterstützen.

Am Unterlauf der Klamm wartet die abwechslungsreiche Walchen mit Mäandern und kleinen Wasserfällen und beschleunigt so das Wasser. Mit entsprechend langen Belichtungszeiten brachten wir auch optisch das Wasser so zum Fließen. Der anbrechende Sonnenuntergang lieferte hier bereits das richtige Licht.

Anspruchsvoll war hierbei die richtige und sichere Wahl der Stellen, wo die Stative platziert werden konnten. Eine gewisse Akrobatik setzt dies voraus. Besonders, hier an einer großen Kaskade, waren stark ausgewaschene Becken in den Steinen, welche bis zu 1,50m tief sind.
Um das tolle Abendlicht auszunutzen gingen wir noch zum Isarzufluß am östlichen Rand des Sylvensteinspeichers. Hier verteilt sich die Isar in vielen kleinen Zuflüssen über ein riesiges Kiesbett und bietet Flora und Fauna ein abwechslungsreiches Biotop. In kleinen Nebenarmen sind sandartige Sedimente abgelagert, welche bei einigen unserer Fotos auf eine gewisse optische Südsee Nähe schließen lässt.

 

© 2009 me

 

Sonntag, 06.09.2009 Heute geht es bereits früh los. Es ist noch nicht einmal 7:00 Uhr und am Wanderparkplatz an der Seinsalm bei Mittenwald ist noch nicht viel los. Kalt ist es schon noch, ca. 8°. Aber im Aufstieg wird es schon warm werden. Zunächst aber geht es erst einmal auf dem Forstweg Richtung Fereinalm (oder Vereineralm, wie es auch auf einigen Hinweisschildern steht). Der Forstweg klettert dabei erst einmal am Rand der tiefeingeschnittenen Schlucht des Seinsbaches entlang. Gerade auf den ersten Teilstücken bieten sich interessante Einsichten in die Schlucht. Später ist der Forstweg dann weit über dem Boden der Schlucht und die weniger steilen, aber stark bewachsenen Hänge verwehren uns die Aussicht. Nach ca. einer Stunde erreicht der Forstweg die Ochsenalm und damit die Abzweigung. Ein Schild weist hier auf die Soiernhäuser und die Soiernspitze hin. Links der Straße geht es nun auf schmalem Weg aufwärts. Dabei sollte man ruhig ab und zu einen Blick zurück werfen:

Dies bietet schöne Aussichten in Richtung Wettersteingebirge.

Der Kreuzgraben steigt hier steil in Richtung Feldernkreuz an. Der Weg ist meist einfach, an einigen Stellen etwas verwurzelt oder auch mal nass. Bis zum Kamm zwischen Seinskopf und Feldernkreuz sollte man aber schon ca. 2h Gehzeit einrechnen. Insbesondere am oberen Ende ist der Weg doch steiler als es auf den ersten Blick aussieht.