Nahe Bad Tölz bietet der Rechelkopf ein schönes Ziel für eine leichte, nicht zu anstrengende Wanderung. Der Ausgangspunkt liegt nahe dem kleinen Ort Mühle, ist aber von Bad Tölz sehr einfach zu erreichen. An Stelle einer ausführlichen Beschreibung empfiehlt sich einfach ein Blick auf die Karte am Ende dieses Beitrags.

Vom Parkplatz (ca. 680m  über NN) geht es zunächst noch ca. 200-300m auf der schmalen Straße (eher Fahrrad als Autoverkehr) am Waldrand entlang in Richtung Norden. Dann biegt man auf die Forststraße ab. Diese führt meist durch den Wald auf den 1330m hohen Rechelkopf hinauf (650 Höhenmeter). Unterwegs bieten sich ab und zu Ausblicke aufs Umland. Meist aber geht man im Schatten der Bäume. Im Sommer ist dies insbesondere an heißen Tagen ganz angenehm.

Ab der Schwaigeralm folgt man dem Wanderweg 602 (entweder beschildert bzw. durch einen roten Punkt markiert). Ab hier ist der Weg teilweise recht nass und schlammig, teilweise führt er auch über Holzstufen bzw. ist mit Split aufgeschüttet. Angemessenes Schuhwerk ist empfehlenswert.

Auf dem Gipfel bieten sich schöne Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Am eindrucksvollsten ist sicherlich der Blick gen Süden auf die Karwendelkette. Für den Aufstieg sollte man etwa 2 Stunden einkalkulieren. Bergab geht es etwas schneller. Auf der gleichen Route wie beim Aufstieg erreicht man den Ausgangspunkt nach etwa 1,5 Stunden. Insgesamt also eine leichte Wanderung von ca. 3,5 Stunden Dauer.

Diese Wanderung sollte eigentlich auch im Winter gut begehbar sein. Allerdings gehört dann auch der Schneelage angemesse Ausrüstung dazu.

© J. Herr

Gruppenzwang: Nach sehr viel Überzeugungsaufwand durch Christine, erweiterte nun auch endlich Jürgen seine Objektivsammlung um ein Makro. Nun, dieses musste gebührend ausgeführt werden. Deshalb nutzten wir das Hochsommerwetter und trafen uns im ältesten Kloster Oberbayerns - Benediktbeuern. Das Kloster selbst mit seinen Gärten und der umliegenden Landschaft bietet eine unendliche Vielfalt an Makro Motiven.

Kloster Benediktbeuern
Kloster Benediktbeuern

Die wechselreiche Klostergeschichte begann um 725 als rein weltliche Kontrollstation der Bergpässe in Richtung Süden. Nach Klostergründung, Zerstörung und Neuaufbau wurde das Kloster um 1803 durch die gewaltsame Säkularisation der weltlichen Nutzung zugeführt und diente u.a. als Glasfabrik, Kaserne, Fohlenhof, Gefängnis und Invalidenheim. 1930 erwarb die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos (SDB) die Klosteranlage und begründete somit das Klosterleben neu. Die bis heute andauernden Sanierungsarbeiten führen nach und nach zu einem Zentrum religiöser Bildung und Wissenschaft.  (Quellen: Benediktbeuern , Kloster Benediktbeuern).

Direkt in der Klosteranlage sind mehrere Gärten angelegt. Der Grundriss des Meditationsgarten  orientiert sich an dem berühmten Bodenlabyrinth in der Kathedrale von Chartres (Quelle: Bad Heilbrunner Gesundheitsdatenbank). In seinem Labyrinth wachsen Salbei, Jasmin, Lavendel, Mohn, Felsenbirne, Sonnenblumen, Petersilie, Johanneskraut, Erdbeeren, Mariendistel, Baldrian, Kamille und weitere Pflanzen welche in den Beetkreisen thematisch - "Kräutern für alle fünf Sinne", "Kräutern für die Küche",  Apotheken- und Symbolkräuter - angebaut werden.
Im Kräutergarten des Klosters werden die einzelnen Pflanzen nach ihren Inhaltsstoffen gruppiert angepflanzt, so dass dieser Garten ein Apothekergarten ist. Hier finden wir Mohn, Oregano, Iris, Minze, Bohnenkraut, Schlangenknöterich und weitere Kräuter als Motive.


Vom Kloster aus erstreckt sich eine Landschaft mit einer unglaublichen Vielfalt an Lebensräumen: Streuobstwiesen, Hochmoore, Futterwiesen, Auwaldstreifen, Trockenrasen, Feuchtbiotope und Altgrasbereiche.
Nach einer Einkehr Im Kloster Biergarten setzten wir unsere Tour in Richtung Naturlehrpfade fort, um an den naturnahen Feuchtbiotopen weitere Pflanzen und Tiere vor die Linse zu bekommen. Hier bekamen wir dann auch Groß- und Kleinlibellen, Teichrosen, Schwertlilien, Frösche, eine Bläßhuhn Familie sowie verschiedenste Pflanzen fotografisch eingefangen. Sicher werden wir die weitläufigen Landschaft um Benediktbeuern nochmals besuchen.

 
 

 

 

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