Am 28.12.2008 starteten wir unseren Klammbesuch am Parkplatz des Skistadions der großen Sprungschanze in Garmisch-Partenkirchen. Hier fanden bereits die Vorbereitungen zum großen Neujahrsspringen statt. Nach einem kleinen Abstecher in die Sprungarena (der Bau der neuen Olympiaschanze kostete 9,9 Mio Euro) setzten wir unsere Tour in Richtung Partnachklamm fort.

Nach einem halbstündigen, leichten Fußmarsch erreichen wir den Eingang zur Klamm. Über ca.800m Länge zwängt sich hier die durch den Schneeferner und dem Zugspitzplatt gespeiste Partnach durch ein enges tief eingeschnittenes Tal. Felswände ragen auf beiden Seiten bis zu 86 m steil empor.

Der geologische "Geburtszeitpunkt" der Klamm liegt im Verlauf der alpinen Gebirgsbildung. "Die Erosionskraft der Partnach war groß genug, um mit der andauernden Hebung Schritt zu halten. So konnte sich der Fluß im gleichen Maße in den Untergrund einschneiden, wie dieser gehoben wurde." (Quelle: http://www.lfu.bayern.de/geologie/fachinformationen/geotope_schoensten/oberbayern/16/index.htm) Bis in die  60er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden die Frühjahrshochwasser der Partnach genutzt, um das in den Bergen geschlagene Holz abzutransportieren. Heut erinnern nur noch alte Straßennamen an die Zeit des Triftens, wie zum Beispiel die „Triftstraße“ oder die Adresse „Am Holzhof“  in Garmisch-Partenkirchen. (Quelle: http://www.allgaeu-ausfluege.de/Partnachklamm.htm)

Der Steig, auf welchem wir gehen, befindet sich nahe dem Grund der Klamm und zieht sich mal auf schmalen Stegen, mal in dunklen Tunneln dahin und bietet somit einen immer wieder beeindruckenden Blick auf den tosenden Wildbach. Jetzt im Winter kommen zu den wechselnden Wasserbildern noch die beeindruckenden Eisformationen wie überzogene Felsen, meterlange Eiszapfen und "Eiswasserfälle" hinzu. Die Lichtverhältnisse sind schwierig und der Einsatz von Stativen hier definitiv notwendig. Hier sollten alle Fotografen ihre Besuchszeiten günstig legen, die Partnachklamm ist ein beliebtes Ausflugsziel, wohl auch besonders zwischen den Feiertagen und einige Besucher haben es dort immer eilig.
Besonders schön fanden wir das gebotene Farbspektrum zwischen Schneeweis, zarten Blau des Eises und das zum Teil smaragdgrüne Wasser, wie aus den erbeuteten Bildern ersichtlich wird. Beim Einsatz von sehr langen Belichtungszeiten (Sekunden Bereich) wandelte sich das tosenden Wasser zu Nebeln und Schleiern. Da die Kontrastverhältnisse in der Klamm sehr stark sind, bieten sich Belichtungsreihen mit nachgelagerter HDR Verarbeitung an, um die Räumlichkeit des Tals als auch die Ausbelichtung abzubilden.

Nach der Wanderung durch die Klamm wird uns nur allzu deutlich, weshalb sie 1912 zum Naturdenkmal erklärt wurde.
Abschließend genehmigten wir uns eine Einkehr im Gasthof "Zur Brücke" in Eschenlohe. Empfehlenswert vor allem wegen der hauseigenen Metzgerei, der sehr umfangreichen Speisekarte und der sehr guten Qualität des Essens.

 

© 2008 me

An einem nicht mehr ganz so frühen Sonntagmorgen im Oktober (12.10.) brachen wir zu einer Fototour ins Rissbachtal auf. Das ursprüngliche Ziel des großen Ahornbodens schlugen wir uns schnell aus dem Kopf. Ganze Heerscharen von Münchnern hatte eine ähnliche Vorstellung. Stattdessen schauten wir uns im Rissbachtal zwischen Vorderriss und Hinterriss um In diesem Streckenbereich ist der Rissbach teilweise recht wild und daher (in den Sommermonaten) auch ein beliebtes Ziel für Kajakfahrer. An den Ufern ging es hier doch sehr beschaulich zu, s.d. wir weitgehend ungestört fotografieren konnten.