John Shaw's Landscape Photography ist ein echter Klassiker aus dem Bereich Fotoschule (Erscheinungsjahr 1994). Im Unterschied zu vielen neueren Büchern, die unbedingt die Stichwörter "Digital" und "Fotoschule" im Titel unterbringen müssen, geht es hier einfach um die Basis zum Fotografieren. Diese Basis hat wenig mit analog oder digital zu tun. Wie so manche andere Bücher, ist auch dieses in Kapitel unterteilt. Dies beschäftigen sich mit

  • Belichtung (ca. 18 Seiten)
  • Ausrüstung (ca. 20 Seiten)
  • Objektive (ca. 20 Seiten)
  • Licht in der Landschaft (ca. 14 Seiten)
  • Design von Landschaftsaufnahmen (ca. 20 Seiten)
  • Probleme und Lösungen (ca. 14 Seiten)
  • "Vor Ort" (ca. 23 Seiten)

Wie man schon an Hand der Seitenzahlen sieht, wird jedes dieser Themen recht knapp behandelt. Auf insgesamt 144 Seiten erhält man aber einen sehr schönen Überblick über das Thema Landschafts Fotografie. Mir haben insbesondere die Abschnitte zur Belichtung, zum Design von Landschaftsbildern und der Abschnitt Probleme und Lösungen geholfen.

Es ist wohl nicht zu viel gesagt, dass ich das Thema Belichtung erst beim Lesen dieses Buches verstanden habe. Isbesondere wird einem dabei klar, dass es die "richtige" Belichtung nicht gibt. Die Standardeinstellungen meiner Kamera (Manuelle Belichtung mit Spot-Messung) gehen direkt auf dieses Kapitel zurück. Insbesondere das Kapitel "Probleme und Lösungen" bieten kurz und knapp einige Anhaltspunkte, die sich leicht merken und in eigenen Aufnahmen umsetzen lassen. Zumindest solange, bis man die "Regeln" dann wieder kreativ bricht. Aber dann ist man über eine einführenden Fotoschule auch schon hinausgewachsen.

Pro:

  • kurz gefasst, d.h. man verbringt mehr Zeit beim Fotografieren als beim Lesen
  • verständlich geschrieben, man merkt dem Autor an, dass er die Erklärungen vermutlich schon in vielen Workshops vermittelt hat
  • gute Bilder zur Illustration
  • günstig, bei Amazon derzeit schon für 16,95€ zu haben

Contra:

  • Die Kapitel zur Ausrüstung und zu den Objektiven sind naturgemäß etwas veraltet
  • in Englisch geschrieben

Anmerkung: Es gibt ein sehr ähnliches Buch (John Shaw's Nature Photography Field Guide) das sich inhaltlich teilweise mit diesem überdeckt.

 

© 2008 Jürgen Herr

Am 21.12.07, noch unter dem Einfluß der schrecklichen Bilder des niedergeschlagenen Aufstandes in Myanmar, startete ich meine 17-tägige Reise durch Myanmar.

Der Anflug auf Yangon ist gespenstisch, es ist dunkel und es sind kaum Lichter zu sehen, denn es gibt am Tag nur mehrere Stunden Strom. Beginnend in Yangon führte unsere Reise über Bago nach Kyaikitiyo, hoch zum Heiligtum des Goldenen Felsens. Hier verbrachten wir in einem einfachen Hotel Heiligabend, während auf dem Goldenen Felsen zeitgleich Tausende von Pilgerern ihr Pagodenfest feierten. Am nächsten Morgen durften wir einen unbeschreiblichen Sonnenaufgang, bei Temperaturen um Null Grad Celsius erleben, doch mit der aufgehenden Sonne wurde es minütlich wärmer. Unsere Reise führte uns dann per Flugzeug nach Heho und von dort zum Inlesee und nach Pindaya. Das berühmte Mandalay, einer im Gegensatz zu Yangon sehr pulsierenden Stadt, ermöglicht uns einen Sonnenuntergang auf dem Mandalay Hill. Weiter ging es nach Monywa und Pakokku und von dort aus mit dem Schiff nach Bagan, mit seinen Hunderte von Tempelanlagen in der archäologischen Zone. Von Bagan fliegen wir schließlich zurück nach Yangon.

Mit im Gepäck viele Fotos von Menschen, Tieren, Tempel und Naturschönheiten und die inneren Bilder von unvorstellbarer Armut, freundlichen Menschen, traumhaften Tempelanlagen und viel Wut über ein Regime, dass das eigene Volk so verarmen lässt...

 

© 2008 Christine Steiner